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March 15 2012

Umsteigebehinderung Breitensee

Im Studium Raumplanung lernen wir, dass man fehlende Wegverbindungen an den Trampelpfaden auf Grünflächen erkennt. Ein solcher findet sich in Breitensee zwischen dem westlichen Ende der Stra?enbahnstation der Linie 49 und dem Abgang zur S-Bahn-Station (im Plan braun eingezeichnet).

Nun, mit einem solchen Trampelpfad fallen mir spontan drei Dinge ein, die man damit machen kann:

  1. den Weg offiziell machen (z.B. in dem man ihn asphaltiert und damit barriererfreier gestaltet) - super
  2. den Trampelpfad so lassen wie er ist - ok
  3. eine Barriere einbauen, damit der schöne Rasen nicht weiter zertrampelt wird - mies

Entschieden hat man sich für die dritte Option. Es wurde ein Zaun aufgestellt (siehe Bild 1; im Plan schwarze Linie) der eine Benützung des Pfades verhindert. Die Alternative ist, dass man den Randstein entlangbalanciert (siehe Bild 2; roter Weg) oder den Umweg über das östliche Ende des Parks in Kauf nimmt (blauer Weg).

Eigentlich ‘ne Frechheit.

Weg mit Zaun Balancieren am Randstein Plan Breitensee

February 13 2011

Wikileaks dezentral?

Antje Schrupp, deren Blog ich seit einiger Zeit ganz gerne lese, hat vor einigen Tag etwas über die Veröffentlichung des Buches über Wikileaks von Daniel Domscheit-Berg geschrieben. Das hab ich als Anlass genommen, meine eigenen Gedanken zu Wikileaks als Kommentar niederzuschreiben. Da ich das auch mit meinen anderen LeserInnen teilen möchte, veröffentliche ich das somit auch hier:

Ich hab – so wie Viele – in der letzten Zeit viel über Wikileaks nachgedacht. Ich finde Wikileaks – bzw. die Möglichkeit unangenehme Information anonym veröffentlichen zu können – eine wichtige Sache. Das Problem ist nur, dass hinter Organisationen Menschen stehen, die angreifbar sind und durch ihre Aktivität in Machtstrukturen hineingeraten. Außerdem entsteht in einer Organisation zwangsläufig Gruppendynamik, die nicht notwendig ist und der Sache meist nur schadet. Ich glaub für ein erfolgreiches Wikileaks müssen folgende Notwendigkeiten erfüllt werden:

Dezentralität: Es sollte nicht möglich sein, die Information zu unterdrücken. Als die US-Depeschen veröffentlicht wurden, haben tausende Organisationen weltweit Wikileaks-Mirrors erstellt, damit niemand Wikileaks offline nehmen kann. Man müsste alle offline nehmen, und mit jeder Website die offline genommen wird, kommen drei nach (wie die Hydra in der griechischen Mythologie ;) ). Was wäre wenn diese Mirrors nicht nur die Information spiegeln, sondern wiederum die Möglichkeit zur Veröffentlichung haben?

Lokalität: Eine Organisation die Wikileaks betreibt,wird früher oder später zu klein sein. Wenn die involvierten Personen alle zugespielten Informationen zuerst sichten und bei Bedarf anonymisieren müssen, ist das ein wahnsinniger Aufwand. Das führt automatisch dazu, dass dann nur die brisantesten Informationen wirklich veröffentlicht werden. Ich hab auf anderen Blogs gelesen, dass Wikileaks auch Informationen kleinerer Länder (im konkreten Fall Österreich) zugespielt wurden, die dann aber nie bearbeitet wurden. Hier seh ich auch das Sprachproblem: wenn in der Organisation niemand der Sprache der Informationen mächtig ist, bedeutet das automatisch ein Aus. D.h. Jede Region, jede Sprache, jede Sache gegen die gekämpft werden soll, sollte die Möglichkeit haben eine eigene Wikileaks-(Unter-)Organisation zu gründen.

Vernetzung: Jede dieser lokalen, dezentral organisierten Wikieaks sollte auf Ressourcen der anderen zurückgreifen können. Z.b. falls sie durch Zensur bedroht sind oder weil sie zusätzliche Arbeitskräfte benötigen um einer etwaigen Informationsflut Herr/Frau zu werden oder falls sie keine Ressourcen haben um die technischen Anforderungen (Internet-Zugang, Server, …) zu bewältigen.

Ich weiß nicht, ob die werten LeserInnen dieses Blogs mit „BitTorrent“ vertraut sind. Das ist eine Internettechnologie für Filesharing. Die Theorie ist gar nicht so schwer: Alice möchte eine Datei (wichtige_information.doc) mit anderen Leuten teilen, dazu sagt sie das einem sogenannten „Tracker“ (eine Art Adressbuch). Bob, der diese Datei haben möchte, fragt den Tracker nach dieser Datei. Tracker sagt, dass Alice die Datei hat, worauf sich Bob den ersten Teil von Alice herunterlädt (die Datei ist groß, darum wird sie in mehrere Teile geteilt). Jetzt kommt Charly, er möchte auch die Datei haben. Der Tracker sagt ihm jetzt, dass Alice die Datei komplett hat, Bob hat ausserdem den ersten Teil. Charly lädt sich den ersten Teil von Bob und den zweiten Teil von Alice. Sobald Alice alle Teile entweder an Bob oder an Charly verteilt hat, kann sie ihren Computer abschalten, da Bob und Charly die restlichen Teile selber austauschen können bzw. an weitere Leute weitergeben können. Nur der Tracker (und da kanns auch mehrere geben) muss darüber Bescheid wissen, wer welche Teile der Datei hat. Sobald Bob und Charly die vollständige Datei haben, sind sie mit Alice gleichwertig, es ist (vermutlich) nicht mal mehr nachvollziehbar, wer ursprünglich die Datei veröffentlicht hat.

Damit kann man Informationen „in die Internetwolke“ auslagern. Solange es genug Leute gibt, die zumindest ein paar Teile der Datei haben damit sie ein Ganzes ergeben, bleibt die vollständige Information im Internet. ZensorInnen hätten im Prinzip keine Chance die Informationen wieder zu entfernen, sie müssten jeden einzelnen Computer der einen Teil der Datei hat abschalten.

Das Prinzip des Bittorrent im Internet gehört aber noch weiterentwickelt. Derzeit ist die Bedienung noch viel zu technisch und nur für das Verteilen von Dateien gedacht. Im Prinzip ist das World Wide Web auch nichts anderes als ein Verteilen von Dateien, nur dass diese gleich dargestellt werden und die technischen Hintergründe für die BenutzerInnen verschleiert werden. Warum sollte so etwas nicht auch für Bittorrent möglich sein? Für die BenutzerInnen sollte es unwichtig sein, ob sie die Informationen von einem Webserver oder aus der „Cloud“ empfangen werden.

Ich denke das könnte eine Basis für ein dezentrales, vernetztes Wikileaks – oder noch besser ein neues World Wide Web – darstellen. Ich hoffe, ich konnte ein paar interessante Gedanken in die Diskussion einstreuen. Würde mich über weitere Gedanken freuen :)

Tags: Politix

October 16 2010

“Das neue Gesicht des Fahrradfahrens”

Unter diesem Titel hat der ORF eine Reportage über die sich entwickelnde Fahrradkultur in Wien verfasst. Ich kann nur empfehlen, ein bisschen hinzulesen. -> http://orf.at/stories/2020081/.

October 08 2010

Noch eine kleine Wahlhilfe

Falls noch jemand nicht so recht weiß, wen er/sie wählen am Sonntag soll, hier noch zwei kleine Wahlhilfen. Die IG-Fahrrad (Interessensgemeinschaft Fahrrad) hat allen Parteien einige Fragen zum Radverkehr in Wien gestellt und diese auf ihrem Blog zusammengefasst. Natürlich sind auch alle Antworten im Original verfügbar.

Auch die FSFE (Free Software Foundation Europe) hat den Parteien einige Fragen zum Thema Open Source und offene Standards gestellt. Die Zusammenfassung und die Antworten im Original sind auf ihrer Homepage verfügbar.

Gut Wahl!

September 01 2010

Radweg entlang des Naschmarktes

Ich hab gerade entdeckt, dass die Mariahilfer Grünen eine Petition zum Lückenschluß des Wiental-Radweges im Bereich des Naschmarktes aufgelegt haben. Der Wiental-Radweg ist zwar als gesamtes recht nervig, da er mit möglichst geringen Platzverbrauch entlang der Wien hingequetscht wurde und man deshalb ständig mit engen Kurven, unübersichtlichen Straßenquerungen und anderen Unannehmlichkeiten konfrontiert wird. Aber das alles ist scheinbar noch genug, bei der Kettenbrückengasse ist es dann ganz aus und man darf entweder auf die Gumpendorferstraße oder die Margaretenstraße/Operngasse ausweichen um in die Innenstadt zu gelangen. Oder man traut es sich, der “Autobahn” der rechten Wienzeile zu folgen.

Ich hab selber schon mal beim Magistrat nachgefragt, ob nicht ein Lückenschluß beim Naschmarkt geplant ist, mir wurde aber ausweichend geantwortet, dass noch keine Lösung für die verlorengehenden Parkplätze gefunden wurde. Nun, meiner Meinung nach sind fahrende Räder besser als stehende Autos. Gegenmeinungen? Ich würde mich in den Kommentaren über eine Diskussion freuen.

Wie auch immer, ich möchte Euch hiermit aufrufen, Euch an der Petition zu beteiligen und Eure Namen dafür herzugeben.

August 31 2010

OpenStreetMap Mashups & Open Data

Ich wurde eingeladen einen Vortrag zu “OpenStreetMap Mashups & Open Data”  auf einem Meetup der Vienna Semantic Web Gruppe zu halten. Der Vortrag ist heute abend in Graz. Die Folien sind bereits (fast) fertig:

http://prezi.com/cpjkflxqcoou/openstreetmap-mash-ups-open-data/

January 18 2010

The Zeitgeist movement

A couple of days ago somebody gave me a DVD with the movie “Zeitgeist“, which is distributed freely over the internet and by DVD (if you like it you can burn a copy, make a special cover out of a A4 sheet of paper, and distribute it). I was quite curious about this movie, as it is about Change in our world.

Actually it was quite interesting, most of it questions our economic system based on monetary values, which - according to the movie - is one of the main reasons for inequalities on Earth, as one of its basics is debt and scarcity. Which is true in many ways, in the last century poverty and hunger massively increased and state debts multiplied, although progress developed many new inventions which might obsolete poverty, famines and diseases. It’s true, the “western world” exploits their inhabitants and the poorer regions of Earth.

A big part of the movie are world conspiracies, performed by the U.S.A., who are accused of assaulting leaders of developing countries to keep up their influence and fight against democratization of their countries. This is something where I don’t know what to think, I can’t believe that a nation can do this without noticing and being held responsible for this. On the other hand it sounds pretty reasonable, e.g. it’s a matter of fact, that (at least some) of the last wars (e.g. Iraque) have been fought due to economic reasons. Without 9/11 this war might not have been possible. 9/11 also helped to implement surveillance laws (to oppress its inhabitants, living in permanent fear). Another example is the U.S. ignorance of global climate change.

The last part of the movie was rather disappointing to me, it’s about the Venus Project (the makers of the movie as it turns out). I’ve read about this project before and I regard it as immature (not to say bullshit). The Venus Project develops ideas for a society based on a “resource based economy”. Technical progress should enable us to live without any inequalities, totally based on renewable energies and so on (that’s the good part). But it sounds like an Utopia from the 1950s-1970s, with all those huge buildings and transportation systems in tubes and everybody has their own car (which runs on renewables, with a lot of security measures, and so on). Sorry. But that’s too late, those Utopias are stories from the past.

My biggest concern: Who manages the resources?  There’s a long page about their mighty resource based economy, but no explanation about its function. Even if an economy is not based on monetary values, somebody has to distribute those resources. How do I get food, a new computer or a car? They will never “fall from the sky”. Somebody has to produce it. Even if it is produced by machines, somebody has to build those machines. Will somebody (a person, company, organization or entity) will create it, “just because it feels right”? Somebody has to decide what should be build. Somebody has to decide where to build something.

This “who” doesn’t have to be a single person. It can be a community. It could be an elite, but who decides who is that elite? It could be a democracy, but there are many kinds of democracies and most of them don’t produce equalities. I’m sure, we do need a new social system. Fast. Urgent. But the movie “Zeitgeist” and the Venus Project don’t answer this question.

Have you seen this movie? What do you think about it? Ideas for a new social system?

November 29 2009

Europas Universitäten brennen!

Ich wurde von den Grünen in meinem Bezirk, Rudolfsheim-Fünfhaus, gebeten, einen Artikel über die aktuell besetzten Universitäten für den Schmelztiegel, deren regelmäßige Zeitung, zu schreiben:

Seit Wochen sind viele Hörsäle an Universitäten in Österreich und ganz Europa besetzt.

#unibrenntEs begann an der Akademie der bildenden Künste, an der die Einführung von Studiengängen nach dem Bologna-System kurz bevor steht, eine Folge des im Sommer novellierten Universitätsgesetzes. Eine Änderung, die weder bei Lehrenden noch Studierenden auf Gegenliebe stößt, gilt der Bachelorabschluß doch als minderwertig. Jedenfalls wurde im Anschluß an diese Pressekonferenz beschlossen, aus Protest die Aula zu besetzen.

Zwei Tage später fand im Votivpark eine Solidaritätskundgebung statt, in deren Anschluß relativ ungeplant das Audimax (der größte Hörsaal) besetzt wurde. Ungewöhnlich war, dass sich auf einmal eine große Menge von Menschen anschloss, der Hörsaal barst an den ersten Abenden aus allen Nähten. Erfahren von der Besetzung hatten die meisten Menschen über Mundpropaganda und über die neuen Medien, vor allem Twitter und Facebook. Die gewählte Vertretung der Studierenden, die Österreichische HochschülerInnenschaft, sah fassungslos zu, wie sich die Studierenden auf einmal selbst organisierten und klarmachten, dass sie eine Einmischung gar nicht wünschen.

In den folgenden Tagen breitete sich der Protest auf ganz Österreich aus, so wurden Hörsäle in den meisten Universitätsstädten besetzt. Nach zwei Wochen begann sich der Protest auf Deutschland auszubreiten, derzeit (Ende November 2009) sind über 80 Hörsäle oder andere Räumlichkeiten von Universitäten in ganz Europa besetzt. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar.

Leider ist auf den Besetzungen nicht alles eitel Wonne, sind diese doch auch nur ein Abbild unserer Gesellschaft. Kritisiert wird unter anderem der latente Sexismus, der z.B. in Redebeiträgen deutlich wird, es kam sogar zu sexuellen Übergriffen auf schlafende Besetzerinnen. Auch wenn die BesetzerInnen versuchen, die Hörsäle möglichst zu schonen, kommt es immer wieder zu Verschmutzungen und Vandalismus. Natürlich werden vor allem die Wände mit politischen Plakaten und Transparenten zugepflastert.

Interessant ist dafür die Organisationsstruktur: Es wurden diverse Arbeitsgruppen geschaffen, die spezifisch an bestimmten Themen arbeiten, z.B. an den Forderungen, an der Organisation, Pressearbeit oder Verpflegung. Jeden Tag werden interessante Personen zu Vorträgen und Diskussionsrunden eingeladen. Sehr wichtig ist die Vernetzung über das Internet, so werden über Twitter Aufrufe nach Verpflegung und Spenden ausgesandt, die Plena und Vorträge werden mittels Livestream ins Internet übertragen. Damit sind die Besetzungen sehr transparent, was für positives Echo in der Bevölkerung sorgt.

Grund für die Besetzungen sind die untragbaren Bedingungen im Bildungssystem. Das europäische Bologna-System hat zwar zu einem Zuwachs an Studierenden geführt, allerdings sind die Universitäten seit den Sparpaketen in den 1990er Jahren massiv unterfinanziert. Es wird versucht, die Engpässe an den Universitäten durch Zugangsbeschränkungen und unfaire Knock-Out-Prüfungen zu lösen, welche aber zu Konkurrenzsituationen zwischen Studierenden führen und daher abgelehnt werden. Die BesetzerInnen sehen, dass Bildung eine wichtige Ressource für die Gesellschaft der Zukunft ist, diese ihnen aber von der Politik verwehrt wird und das notwendige Geld stattdessen in Banken und unnachhaltige Infrastrukturprojekte gesteckt wird.

In den Kindergärten und Schulen sieht die Situation nicht viel besser aus. Gerade in den ersten Lebensjahren wird die Basis für das spätere Lern- und Leistungsverhalten geprägt. Überfüllte Kindergärten und miese Gehälter machen KindergärtnerInnen das Leben schwer, diese sind extrem Burn-Out gefährdet. Die Situation in den Schulen sieht nicht besser aus, die PISA-Ergebnisse bescheinigen Österreich einen massiven Nachholbedarf, über Reformen wird seit Jahren nur geredet.

Infos: http://www.unsereuni.at

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